Söder: Beste Chancen für unsere Kinder und Jugendlichen

12.09.2018 | PI | München

 

Die Bayerische Staatsregierung hat zum Start des neuen Schuljahres in ihrer Schwerpunkt-Sitzung zum Thema Schule und Bildung für maßgebliche Verbesserungen für Bayerns Schüler gesorgt. Dazu Ministerpräsident Dr. Markus Söder: „Bayerns Schulen sind gut vorbereitet für das neue Schuljahr. Für uns hat Bildung Vorrang. Die Zahl der Schülerinnen und Schüler steigt zukünftig wieder an. Individuelle Förderung, Inklusion und Integration erfordern mehr Unterstützung. Wir investieren deshalb schon heute kraftvoll, damit unsere Kinder und Jugendlichen mit besten Chancen ins Leben starten.“ 
 Mehr Lehrer für Bayerns Schulen Das neue Schuljahr kann für die rd. 1,66 Mio. Schüler in Bayern mit einer gesicherten Unterrichtsversorgung starten. Bayern unterstreicht damit seine schulpolitische Spitzenstellung in der Bundesrepublik.   Kultusminister Sibler betont: „Bayerns Schulen starten bestens vorbereitet ins neue Schuljahr. Wenn es trotzdem einmal zum Engpass kommt, steht eine neue ‚Koordinierungsstelle Unterrichtsversorgung‘ im Kultusministerium als Ansprechpartner für Schulen und Schulämter bereit. Auch die 850 zusätzlichen Lehrerstellen zum neuen Schuljahr sind ein starkes Signal.“    Folgende Erfolge konnten erzielt werden:  •
4300 qualifizierte Lehrer wurden neu eingestellt und 850 zusätzliche Stellen u.a. zur Verbesserung der Unterrichtsversorgung geschaffen.  •
Darüber hinaus wurden 350 Stellen für Schulsozialarbeiter und Verwaltungsangestellte bereitgestellt.
 • Schaffung der „Koordinierungsstelle Unterrichtsversorgung“, um auf unvorhergesehene Herausforderungen bei der Lehrerversorgung schneller und flexibler reagieren zu können. •
700 neue Studienplätze wurden für das Grundschullehramt geschaffen sowie die Einrichtung fünf weiterer Lehrstühle für Sonderpädagogik.  
Vorreiter bei Digitaler Bildung Der Ausbau digitaler Kompetenzen bei Schülern sowie Lehrern schreitet an Bayerns Schulen kraftvoll voran. Der Freistaat unterstützt die Kommunen massiv bei der Ausstattung der Schulen mit digitalen Medien – 50.000 digitale Klassenzimmer sind das Ziel. Bayern ist in der Digitalen Bildung bundesweit Vorreiter. „Wir starten eine Offensive für Digitale Bildung, mit einer neuen Förderung für die ITAusstattung der Schulen und mit der größten schulischen Fortbildungsoffensive für Lehrkräfte, die es jemals in Bayern gegeben hat“, so Sibler.  •
Wir investieren: 150 Mio € aus „Bayern Digital“ für digitale Klassenzimmer sowie weitere 35 Mio. € für integrierte Fachunterrichtsräume an Berufsschulen und 27,5 Mio € für die IT– Ausstattung in der Lehrerausbildung. •
Start der Fortbildungsoffensive für Lehrer zur umfassenden Vorbereitung auf die digitale Welt im Unterricht.  •
Schaffung von 89 „Koordinatoren Digitale Bildung“. Sie koordinieren Angebote der Fortbildungen, sind Ansprechpartner für externe Partner, unterstützen hinsichtlich der Förderprogramme zur IT-Ausstattung und beraten die Schulen vor Ort. •
Die Lernplattform „mebis – Landesmedienzentrum Bayern“ eröffnet den Schulen Zugang zu einer Fülle digitaler Unterrichtsmaterialien und wird kontinuierlich ausgebaut. 
Weichenstellungen zur Ganztagsbetreuung Bereits jetzt werden 55 Prozent der rund 250.000 bayerischen Grundschüler in den verschiedenen Angebotsformen betreut. Mit dem deutlichen Ausbau von Ganztagsangeboten und dem Bayerischen Familiengeld wird die Wahlfreiheit der Familien deutlich gestärkt. 
 
Familienministerin Kerstin Schreyer erläutert dazu: „Immer mehr Familien sind darauf angewiesen, dass ihre schulpflichtigen Kinder auch nach dem Unterricht gut betreut werden. Deshalb gehen wir auch diese Aufgabe gemeinsam mit den Kommunen an. Der Freistaat schafft 10.000 neue Hortplätze und erhöht seine Förderung kommunaler Angebote um bis zu 35 Prozent. Ob mit Angeboten der Schulen, der Kinder- und Jugendhilfe oder mit Kombimodellen: Bayern unterstützt seine Familien mit passgenauen Betreuungsmöglichkeiten. Der bedarfsgerechte Ausbau ganztägiger Bildungs- und Betreuungsangebote für Grundschulkinder ist für uns von höchster Priorität.“ 
 
Deshalb haben wir ein Programm zur Schaffung von 10.000 neuen Hortplätzen beschlossen. Außerdem verstetigen wir die sog. Kombimodelle und entwickeln sie weiter. Diese Kombimodelle sind zukunftsweisende Angebote der Ganztagsbetreuung, bei denen Schule und Jugendhilfe miteinander verzahnt werden. Dadurch entsteht ein modernes, flexibles und hochwertiges Angebot, das auch Ferienzeiten abdeckt. Das Angebot soll von derzeit 24 Modelleinrichtungen auf bis zu 50 Schulstandorte ausgeweitet werden. 
 
Neustart des neunjährigen Gymnasiums  „Mit dem Beginn des neunjährigen Gymnasiums schaffen wir mehr Freiräume für die individuelle Entwicklung und erhalten zugleich die Möglichkeit, die gymnasiale Schulzeit bis zum Abitur auf acht Jahre zu verkürzen“, erklärt Kultusminister Sibler.
 
Im Vergleich zum G8 kann der Nachmittagsunterricht v.a. in der Unter- und Mittelstufe reduziert werden. Innovativer und zentraler Bestandteil des neuen Gymnasiums ist zudem die sog. „Überholspur“: Sie ermöglicht es den Schülern, die Lernzeit individuell auf acht Schuljahre zu verkürzen.
 
Dialekt und regionale Kultur an der Schule 
Mundarten gehören im Freistaat zum Schulalltag. Neben der grundlegenden Standardsprache haben sie an den bayerischen Schulen ihren festen Platz. Dialekt ist die Wurzel der Sprache, bereichert die Sprachkultur und stiftet Identität. Um den Stellenwert der Mundarten noch deutlicher zu machen, werden diese im neuen LehrplanPLUS für Realschulen und Gymnasien in Jahrgangsstufe 8 verbindlich verankert. Entsprechend werden sich auch die neuen Schulbücher künftig noch mehr dem Dialekt und der regionalen Kultur widmen. Ziel ist, bei Lehrern und Schülern das Bewusstsein für die bayerischen Mundarten und regionale Kultur zu schärfen.
 
Mehr Jugendhilfe für unsere Schüler 
Die Unterstützung sozialbenachteiligter junger Menschen und der Erziehungsauftrag der Schule werden weiter ausgebaut. Die Schulen im Freistaat erhalten ab diesem Schuljahr Unterstützung durch Schulsozialpädagogen als staatliches Schulpersonal. Zudem wird die Jugendsozialarbeit an Schulen erweitert. Der Freistaat unterstützt seine Schulen damit umfassend bei der Erfüllung ihres Erziehungsauftrags und macht einen weiteren Schritt hin zu multiprofessionellen Teams an Schulen. Bis 2022 werden rund 200 Schulsozialpädagogen an Schulen eingestellt. Bis 2022 soll auch die Zahl der Schulpsychologen um weitere 300 Stellen aufgestockt werden.