Das Kreuz als Ausdruck der christlich geprägten Werte

28.04.2018 | PI | Würzburg

 

 Das bayerische Kabinett beschloss in seiner Sitzung vom 24. April 2018, zum 1. Juni 2018 ein Kreuz im Eingangsbereich eines jeden Dienstgebäudes des Freistaates anzubringen – als Ausdruck der geschichtlichen und kulturellen Prägung Bayerns und sichtbares Bekenntnis zu den Grundwerten der Rechts- und Gesellschaftsordnung in Bayern und Deutschland. Für diese Entscheidung wurde Ministerpräsident Dr. Markus Söder auf facebook in einem „Offenen Brief“ des katholischen Hochschulpfarrers in Würzburg, Burkard Hose, angegriffen.
Die unterfränkischen CSU-Abgeordneten unterstützen den Beschluss des Bayerischen Ministerrates. Das bewusste Tragen oder Anbringen eines Kreuzes bezeugt nicht nur den persönlichen Glauben an, bzw. die Verbundenheit zum Leidensweg Christi sowie die tiefe Verwurzelung des Christentums in Bayern, sondern ist eben auch Ausdruck der christlich geprägten Werte des Freistaates. Dies spiegelt sich in der Tradition, der Kultur, der Geschichte, dem Brauchtum, den Stadt- und Dorfbildern und den persönlichen Glaubensansichten von Millionen Menschen im Freistaat Bayern wider. Diese Verbundenheit akzeptiert und respektiert eine Vielzahl von anders- und nichtgläubigen Menschen. Das Christentum und die im christlichen Menschenbild verankerte Achtung des Menschen in seinen individuellen Rechten spielen eine zentrale Rolle im bayerischen Werte- und Rechtssystem, auf dem das Handeln der staatlichen Organe und deren Behörden beruht.
Das Aufhängen von Kreuzen als ein vermeintliches „Bollwerk gegen den Islam“ zu interpretieren und es als Versuch zu deuten, Menschen auszugrenzen, veranschaulicht ein auf Diffamierung gezieltes, unsachliches Urteil des Hochschulpfarrers. Wer suggeriert, dass das Anbringen von Kreuzen einem „nationalistischen Egoismus“ dienen solle, sagt vor allem etwas über die eigene Ideologie aus. Das zentrale Symbol der Christenheit wird nicht instrumentalisiert, sondern als Bekenntnis zu Menschenwürde und Toleranz ins Bewusstsein gerückt.