© Barbara Stamm MdL

Meine Heimat

„Man muss Gott für alles danken...!“

Wenn Sie geglaubt haben, jetzt folgt die für einen Unterfranken übliche spöttische Abrechnung mit den Ober- und Mittelfranken, da haben Sie sich aber getäuscht. Heute geht es mir ausschließlich um den Dank für meine Heimatregion Unterfranken, für ein Stückchen Erde, die seinesgleichen sucht.

Ich liebe und genieße diese Region zwischen Spessart und Steigerwald weil unser Herrgott sich bei der Erschaffung der Welt hier selbst übertroffen hat. Liebliche Täler mit mäandernen Bächen stoßen an schroffe Kalksteinfelsen, die sie einrahmen, die ihnen Schutz bieten und gleichzeitig den Blick auf die andere Seite ermöglichen. Apropos andere Seite! Mein Unterfranken hat viele unterschiedliche liebenswerte Seiten. Rauhe Winde im Norden  mit der Biosphärenregion Rhön genau so wie den Blick  quer durch die flirrende Blätterwelt des Spessarts auf den Untermain mit den roten Buntsandsteinhängen. Im Süden streift der Blick schier endlos über die fruchtbaren Felder und im Osten spiegelt sich der Main in den Trauben  bis das Klima Halt gebietet.

Toscana
Unterfranken wird nicht umsonst die „Toscana“ des Nordens genannt, weil das Wetter hier eigenen Gesetzen gehorcht. Eis und Frost gibt es höchstens auf dem Kreuzberg und lässt dort  die Tannen Bärte tragen. Weibersbrunn im Spessart vielleicht noch, viel weiter wagt sich der Winter nicht voran. Um Würzburg macht er üblicherweise einen großen Bogen. Dafür gibt es dort im Sommer Wärme und Trockenheit. Eben ganz so, wie es die Winzer und neuerdings die Besucher der Stadtstrände sehnlichst wünschen. Wo wir schon beim Wein angelangt sind, man muss dieses Unterfranken  schon allein deshalb lieben, weil bei uns Riesling, Müller und Silvaner geläufige Begleiter sind. Hier mag man die Roten ausschließlich im Schoppenglas und mit einer Domina lässt man sich gar zu gerne in einem Spital  ein.

 

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